Die Frage nach der Herkunft des Wissens scheint trivial, heute mehr denn je, in einer Zeit von Aneinanderreihungen von Geschriebenem und seiner digitailiserten Speicherung und gewaltigen Wiederfindemaschinen scheint die Frage nach Wissen überflüssig geworden.
Doch handelt es sich bei dem ungeheurlichen Berg an Geschriebenem um Wissen, wenn auch in sprachlich verschlüsselter Form?
Aouthu Billahi MinarShaitanir Rajeem - wir suchen bei Gott Schutz vor dem verfluchten Teufel! BismillahiRahmanir - Im Namen Gottes des Allbarmherigen Allerbarmers!
Wissen setzt Nichtwissen vorraus, ohne Unwissenheit gibt es kein Wissen. Zukünftiges ist in den Möglichkeiten verborgen und diese Mauer des Verborgenseins trennt das Wissen vom Unwissen. Größte Rechnerkapazitäten sind nötig mit der Aufgabe ungeheuerlich komplexen Rechenmodellen mittels bestimmter Parametrierungen die Eintrittswahrscheinlichkeit diesem Meer von Möglichem für die Wettervorhersage eines bestimmtes Gebiet für ein paar wenige Stunden im Vorraus zu entreißen.
Doch selbst wenn die so ermittelte Eintrittswahrscheinlichkeit des zukünftigen Wetters 100% betrüge, handelt es sich dann dabei um Wissen, oder handelt es dabei lediglich um eine Näherung, die noch kein Weg ist, durch die Mauer der Möglichkeiten gefunden zu haben?
Der Satz, "Morgen geht die Sonne auf", ist ein ein Erfahrungsschatz vieler millionenfacher Beobachtungen über viele tausende von Jahre Menschheitsgeschichte. Trotz aller Beteuerungen, dass es morgen wieder so geschiet, bleibt doch eine wenn auch winzigste Restmöglichkeit, dass sie sich verspäten könnte. Sind also unsere Versuche des Eliminierens von Möglichkeiten, das Erfahrungslernen also gar kein tauglicher Weg Wissen zu erlangen? Und das deshalb,weil jeder Rest von Unvorhersehbarem und sei er noch so klein, das Wissen vom Unwissen trennt.
Doch woher kommt dann Wissen, oder besser wie wird Wissen aus Unwissen? Wir wissen, dass wir einst sterben, nicht wann aber dass der Tod zu uns kommt, wissen wir. Wir wissen, dass wir Geborene sind, wir erfahren uns als bewußt Lebendige, die an Bedingungen für ihr Lebendigsein geknüpft sind.
Wenn ein Bogenschütze seinen Pfeil abschießt, wie kann er wissen, ob er sein Ziel je erreicht?
Welches Wissen bekam Jaqub, der Vater von Prophet Josef, aleihi salam, von dem es dreimal im Koran in der Sure "Jusuf" heißt, "wir gaben ihm vom Wissen, was er nicht wußte"? Danach zu suchen und seine Herkunft zu finden, lohnte sich anstatt digitale Buschstabenmeere zu aufzuhäufen und Erfahrungen zu sammeln, die kein Wissen sind.
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