Mittwoch, Dezember 30, 2009

Eine Tätigkeit im Flow erleben

Um sich bei einer Aufgabe in den Zustand des Flows zu versetzen, braucht einem nur die Tätigkeit gefallen, und die Anforderung so hoch sein, dass sie die volle Konzentration erfordert. Sie darf jedoch nicht so hoch sein, dass man überfordert ist, denn dann ist die "Mühelosigkeit" nicht mehr gegeben. Das Flow-Erlebnis wird durch diese beiden Faktoren Mindestanforderung und Anforderungsgrenze (in der Grafik als Linien) beschränkt.

Durch das Eintreten in eine solche Phase entsteht eine Selbstvergessenheit, da die Aufgabe ganze Aufmerksamkeit erfordert. Alle Bewegungsabläufe werden in harmonischer Einheit durch Körper und Geist mühelos erledigt.

Flow ist ein Zustand, und keine Technik!

Für das Erleben des Flowzustandes müssen Störelemente, die ablenken, beseitigt sein.

Der Flowzustand kann auch gemeinsam in einer Gruppe erlebt werden, dafür muss die Gruppe von störenden Elementen befreit sein.

Flow kann von jedem erlebt werden, das Erreichen bedarf keiner besonderen Techniken, es ist an keine bestimmte Tätigkeit gebunden.

Mihaly Csikszentmihalyi und der Flow

Montag, Dezember 28, 2009

Präzisionswunder Mensch
Hochleistungswerfer Homo sapiens

Die Zeit ist knapp: Hier der Ball, da das Tor - das Runde muss ins Eckige. Das Gehirn von Tieren ist allein mit der Wurf-Planung schlicht überfordert. Nur Menschen gelingt der gezielte Wurf. Experten glauben daher: Werfen machte die Menschen-Evolution erfolgreich.

Leinfelden - Der Kiesel am Seeufer ist rund und hat die perfekte Größe. Er verführt regelrecht dazu, ihn aufzuheben und ins Wasser zu werfen. Einem solchen Szenario kann kaum jemand widerstehen - ohne sich dabei allerdings klarzumachen, dass er eine Fähigkeit trainiert, die einzigartig für den Menschen ist. Möglicherweise war diese Fähigkeit sogar ein entscheidender Faktor, der aus der menschlichen Evolution eine Erfolgsgeschichte machte.

Drei Millisekunden für den gezielten Wurf: Der Flensburger Profi-Handballer Frank von Behren
Ein gezielter Wurf sei nämlich alles andere als simpel, berichtet das Magazin "Bild der Wissenschaft" in seiner August-Ausgabe. Dahinter steckt eine derartig komplexe Planung, dass die Gehirne der meisten Tiere damit schlicht überfordert sind. Zwar werfen auch Menschenaffen - etwa mit Ästen, Steinen oder anderen Gegenständen, wenn sie auf eine feindliche Gruppe treffen -, doch sie benutzen meist beide Hände und schleudern ihre Geschosse lediglich grob in die Richtung des vermeintlichen Angreifers. "Den einhändigen Präzisionswurf beherrscht ausschließlich der Mensch", erklärt der Sportwissenschaftler Hermann Müller von der Universität des Saarlandes in Saarbrücken.

Für den präzisen Wurf reichen 1,4 Millisekunden nicht ....
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