Vor 120 Jahren wurde ein mysteriöser Skythenschatz im Süden Brandenburgs entdeckt. Jetzt haben Archäologen das Rätsel gelöst
Von Karl F. Gründler
Vor 120 Jahren wurde nahe der Lausitzer Neiße ein skythischer Goldschatz entdeckt, 2500 Jahre alt, ein in Europa einzigartiger Fund. Lange blieb ein Rätsel, wie die goldenen Teile einer Prunkrüstung tausend Kilometer westlich von ihrem Ursprungsort am Schwarzen Meer in die Erde Brandenburgs kamen. Nach vierjährigen Grabungen konnte ein deutsch-polnisches Archäologenteam jetzt die Hintergründe aufhellen.
Die Geschichte dieser außergewöhnlichen Entdeckung beginnt an einem grauen, verregneten Herbsttag 1882 in der Niederlausitz, im südöstlichen Zipfel der Provinz Brandenburg. August Lauschke, ein Kleinbauer aus Vettersfelde, muss auf seinem Acker am Hang drei extratiefe Furchen pflügen, um seine im Dauerregen absaufende Wintersaat zu retten.
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