
Richtig der Galopp ist ein Dreitakt, wobei in folgende Phasen unterschieden wird: Hinten, Mitte, Vorne, Schweben usw. (Wer es genauer wissen will, schaue hier nach: http://www.steppenreiter.de/galop.htm)
Zugegeben es ist verwirrend schwer fortlaufend den richtige Zeitpunkt für den Abschuss zu finden. Entweder sind wir zu früh oder zu spät oder verstehen überhaupt nicht wann. Je mehr wir uns auf das Bild konzentrieren, um so mehr verschwimmen die Übergänge und die Galoppbewegung wird zunehmend undurchsichtiger. Doch schauen Sie auf das hintere rechte Bein, des oben rechtsgaloppierenden Pferdes. Genau, wenn dieses wieder nach vorne kommt, schwebt das Pferd. Beachten Sie nun die Kruppe des Pferdes, sie ist nach dem Höchststand, wieder in der Vorwärtsbewegung und der Rücken ganz gerade.
Wenn wir aber reiten, sehen wir das Pferd nicht von aussen, sondern fühlen es mit unserem Sitz. Mit dem oben erarbeiteten Verständins der Bewegung ahnen wir jedoch, dass der rechte Moment dann ist, wenn die Kruppe ihren höchsten Punkt gerade überschritten hat und das läßt sich erfühlen. Die Übung der nächsten Tage beim Reiten wird sein, nicht das Pferd während des Galopps zu steuern, sondern auf seine Fussfolge zu achten bis unser Hintern und Körpermittelpunkt, der liegt irgendwo in der Nähe des Nabels, verstanden hat, wo die Beine des Pferdes sind.
Es hat sich herausgestellt, dass wir die schwingende Bewegung des Pferderückens dann am besten erfühlen und sich uns damit die Lage der Pferdebeine erschliesst, wenn wir mit der Hüfte entgegen der Galoppbewegung des Pferdes kreisen. Wer das nicht ganz verstanden hat, dem sei das Buch von Erika Prockl empfohlen, "Lösen, Schwingen, Kreisen".
Wichtig bei dieser Übung ist, dass Sie eine lange Galoppstrecke haben am besten ohne Sattel reiten, die Hände weg vom Zügel nehmen und entspannt kreisen. Ist das Gefühl des gelassenen Kreisens gut verankert versucht man den Rhythmus der Pferdebewegung zu erfassen und immer beim höchsten Punkt in die Hände zu klatschen. Es kommt dabei zu fast 100% auf das Gefühl an, das Sie dabei haben, setzen Sie positive Marker. Nur so erlernen Sie zielstrebig das richtige Timing für das Lösen des Pfeils.
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